Bodden
bodden



LandDeutschland
MethodeGrundfischen, Meeresfischen, Spinnfischen
GewässertypBrackwasser
ZielfischAal, Barsch, Dorsch, Flunder, Hecht, Hering, Meerforelle, Weißfische, Zander
Größe / Tiefe -
Lizenzausgabe -
Preise Tageskarte: 5,00 EUR
Wochenkarte: 10,00 EUR
Jahreskarte: 20,00 EUR
Saison ganzjährig
Reviergrenzen -
Bestimmungen Fangbegrenzungen:
3 Stück pro Art und Tag

Schonzeiten:
Hecht: 01.03. bis 30.04.
Zander: 23.04. bis 22.05.
Meerforelle/Lachs: 15.09. bis 15.12.
Flunder (weiblich): 01.02. bis 30.04.

Mindestmaße:
Hecht: 50 cm
Zander: 45 cm (in einigen Gebieten auch 40 cm)
Barsch: 20 cm
Dorsch: 38 cm
Meerforelle: 45 cm
Lachs: 60 cm
Flunder: 25 cm

Im nördlichen Strelasund sind die Frühjahrslaichgebiete: Wamper Wiek, Gustower Wiek, Deviner See und Kemlade. Gemäß der Fischereiordnung dürfen diese Gebiete bis zum 31.05.nicht beangelt werden.

Kontaktperson/en Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei MV
Abt. Fischerei und Fischwirtschaft
Adresse D – 18059 Rostock, Thierfelderstr. 18
Telefon / Fax +49 381 40 350 / +49 381 40 35 730
E-Mail Adresse -
Website -
Angelguides Guido Jubelt, Klaus-Dieter Pehle, Jürgen Dahlik, Mario Prey, Mathias Fuhrmann, Norbert Matzick
nützliche Links Angelguiding.at
Strelasund im September 2009

mein-FANG.de
Im Oktober auf Boddenhechte
Mit der Axt zum Hecht
Bei Ostwind Staerke 5 am Bodden …..
Reisebericht Rügen 2007
Hechtangeln am Bodden

beschreibung Bodden

Die Bodden-Gewässer sind unterteilt in folgende Gebiete:

Darß-Zingster Boddenkette:
Saaler Bodden, Bodstedter Bodden,Barther Bodden, Koppelstrom, Grabow

West-Rügener Boddenkette:
Kubitzer Bodden, Schaproder Bodden, Vitter Bodden

Nord-Rügener Bodden:

Wieker Bodden, Breetzer Bodden, Breeger Bodden, Lebbiner Bodden, Großer und Kleiner Jasmunder Bodden

Strelasund

Greifswalder Bodden
:
Rügischem Bodden, Hagenscher Wiek und Dänischer Wiek

Peenestrom
:
Achterwasser und Krumminer Wiek

Unter dem Begriff Bodden versteht man flache Meeresbuchten der Ostsee an der ostdeutschen Küste, die sich seit der letzten Eiszeit gebildet haben. Sie sind auch heute noch, durch Strandverlagerungsprozesse, ständigen Veränderungen unterworfen.

Die Bodden erstrecken sich von Ribnitz Damgarten im Westen, bis hin zur Deutsch-Polnischen Grenze, wobei sie in dem östlichen Teil als Haff bezeichnet werden. Im Zentrum dieses gewaltigen Gebietes liegt die Insel Rügen, die regelrecht von Bodden umlagert ist. Rügen ist Deutschlands größte Insel und hat eine Ausdehnung von 926 km² und eine Küstenlänge von fast 600 km. Der Artenreichtum ist hier von einer Vielfalt, die in Deutschland und Europaeinzigartig ist. Daraus ergeben sich für uns Angler vielseitige Möglichkeiten, dass es gar nicht zu schaffen ist, alles intensiv zu betreiben.

Wappentier der Bodden ist ohne Zweifel der Hecht, welcher hier einen idealen Lebensraum findet und zu wahrhaft kapitalen Größen abwächst. Der aktuelle Boddenrekord liegt bei über 47 Pfund, Fischer haben aber auch schon Monster von über 55 Pfund in den Netzen gehabt, das ist ohne Zweifel Weltrekordniveau. Wir kennen keine Ecke in Deutschland und Europa, wo so regelmässig Fische über 120 cm gefangen werden. Die Stückzahl ist zwar meist nicht mehr so hoch wie z.B. in Schweden, dafür sind die Fische um einiges kapitaler. Das grosse Problem ist es, die Hechte auf den gigantischen Wasserflächen von mehreren 100 km² zu finden.

Neben den Hechten kommen Barsche, Zander, Dorsche, Meerforellen, Lachse, Regenbogenforellen, Heringe, Hornhechte, Plattfische, Aale, Meeräschen, Ostseeschnäpel und zahlreiche Weißfische vor. Auch Barsche und Zander wachsen zu kapitalen Grössen heran, 40 er Barsche sind nicht ungewöhnlich.

Das besondere an den Bodden ist, dass Süßwasser- und Salzwasserarten zusammen oder in unmittelbarer Nähe vorkommen. So fingen wir beim Hechtangeln neben Hechten auch mal einen Dorsch und umgekehrt beim Dorschangeln auch mal Hechte.

Im Frühjahr ziehen jedes Jahr riesige Heringsschwärme in die Bodden zum Laichen. Diese sind neben dem gigantischen Weißfischaufkommen der Hauptgrund für das schnelle und kapitale Heranwachsen der Hechte. Wenn die Heringe weg sind, kommen die Hornhechte und machen die Bodden für jeden kleineren Fisch zum “Minenfeld”.

Durch die große Artenvielfalt, vor allem auch über Wasser, sind weite Teile der Bodden in dem “Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft” und viele kleinere Naturschutzgebiete geschützt. Der “Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft” ist der größte in ganz Deutschland. Durch die naturbelassene Landschaft zählt das Angeln in diesem Gebiet zu etwas ganz besonderem; wo kann man sonst noch Fisch- und Seeadler, Heerscharen von Kranichen und Wildgänsen beobachten und dabei noch kapitale Fische überlisten.

Die gesetzlichen Bestimmungen sind wie in den meisten Teilen Deutschlands sehr komplex und in weiten Bereichen unverständlich. In den Bodden regeln neben dem Fischereigesetz von Mecklenburg – Vorpommern die örtlichen Naturschutzgesetze und die Seeschifffahrtsordnung das Angeln.

Im Fischereigesetz ist unter anderem der Erwerb einer Angelkarte und ein Ankergebot (Schleppen verboten!) vorgeschrieben. Zusätzlich regelt es die Mindestmaße, Schonzeiten und die Lage von Fischschonbezirken.

Die Fischschonbezirke werden in Ganzjahresschongebiete und Laichschonbezirke unterteilt. Die Ganzjahresschonbezirke sind noch verhältnismäßig gut durch Schilder und Tonnen zu erkennen.

Bei den Laichschonbezirken muss man schon eine Karte zu Hilfe nehmen. Ähnlich verhält es sich mit den Schongebieten für den Nationalpark. Für Ortsunkundige ist es schwer, dies alles zu beachten und so passiert es immer wieder, dass es bei den regelmäßig durchgeführten Kontrollen Ärger gibt.

Die Strafen sind zum Teil nicht ohne und meist lassen die Beamten nicht mit sich reden. Was auch viele nicht wissen, dass in vielen Teilen der Bodden eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 bzw. 8 kn gilt. Kontrollen werden auch hier durchgeführt, also sachte mit dem Gashebel umgehen. Die Seeschifffahrtsordnung schreibt u.a. ab 6 PS den Sportbootfüherschein See und die Benutzung eines Ankerballs vor.

Greifswalder Bodden
Der Greifswalder Bodden ist mit seinen 510 km² der mit Abstand größte Bodden. Nach Osten grenzt er an die Ostsee, getrennt nur durch eine unterseeische Schwelle zwischen Südostrügen und der Insel Usedom. Wind und Wellen können sich hier austoben. Für die großen Flächen benötigt man hier, mehr als in den anderen Bodden, einen Guide und ein seetüchtiges Boot. Wegen der einzigartigen Naturausstattung wurde der Greifswalder Bodden in das Schutzgebietsnetz Natura 2000 der Europäischen Union aufgenommen. Die   Flachwasserzonen bergen eine ungeahnte Lebendigkeit und Vielfalt, sind ein exzellentes Einstandsgebiet für Fische und Kleintiere. Der Greifswalder Bodden ist ein bedeutender Fischlaichplatz  für Hering und Hornhecht. Die fisch- und kleintierreichen Gewässer sind Nahrungsgründe für viele zehntausend Vögel. Zum Schutz der Natur wird viel unternommen, auch der Sportfischer muss dazu seinen Anteil leisten. Schutzgebiete und Befahrensregeln sind  zu beachten. Da wir diese Natur erhalten wollen, beachten wir diese Regeln.
Die gewaltige Fläche beheimatet gewaltige Räuber. Hauptzielfische sind der Hecht und der Barsch. Wegen des guten Futterangebotes wachsen sie schnell zu enormer Größe heran. Es gibt eine Vielzahl von guten Angelplätzen. Herausragende Angelplätze, um nur einige zu nennen, sind am Übergang zum Strelasund, die Bereiche nordöstlich von der Insel Riems, die Kanten am Kooser Haken und der Palmer Ort. Vor westlichen Winden geschützt schließt sich dann das Gelbe Ufer und der Bereich vor der Schoritzer Wiek an. Nach Norden geht der Greifswalder Bodden in den Rügischen Bodden über. Sehr gute Angelplätze findet man in den Steinriffen und Kanten nahe der Insel Vilm, in der Stresower Bucht und in der Hagenschen Wiek. Alles sehr erfolgversprechende Angelgebiete, mit bemerkenswerten Fangmeldungen, die aber von Einschränkungen des Biosphärenreservats Südostrügen betroffen sind. Echte Topplätze befinden sich mitten im Greifswalder Bodden. Hier liegen Untiefen, wie die Stubber, der Böttchergrund und der Schumachergrund. Leider sind diese Bereiche stark dem Wind ausgesetzt und ein Lieblingsplatz der Berufsfischer.
Der Greifswalder Bodden ist anspruchsvoll, kein Vergleich mit den geschützten Bereichen der Boddenkette. Die See ist oft rau, manchmal zu rau, um den Hechten nachzustellen. Wenn das Wetter es zulässt, hat man die Qual der Wahl des richtigen Angelplatzes. Die Bootsfahrt kann dauern. Aber die Fangaussichten sind gut und immer besteht die Möglichkeit, einen richtig Kapitalen zu keschern. Wer seine Chancen erhöhen will, sollte sich daher einem ortskundigen Guide anschließen.

Kubitzer Bodden
Der Kubitzer Bodden ist der größte Bodden nach dem Greifswalder Bodden. Er schließt sich nördlich an den Strelasund an, geht im Norden in den Schaproder Bodden über und wird von der Ostsee durch die Insel Hiddensee getrennt. Im Osten gibt die Insel Rügen Schutz und im Westen das Festland. Angeltechnisch hat er neben seiner geschützten Lage ausgeprägte Strukturen, welche die Suche nach einem geeigneten Angelplatz erleichtern. Der Kubitzer Bodden liegt im Nationalpark „Vorpommersche Boddenküste“. Nur einigen Guides ist es erlaubt Angeltouren auf dem Kubitzer Bodden durchzuführen. Die besondere Beachtung der Umwelt ist dabei Voraussetzung. Im Fahrwasser darf nur max. 12 kn und außerhalb nur 8 kn gefahren werden. Der Kubitzer Bodden ist im Mittel sehr flach. Ohne GPS kann es schnell gefährlich werden. Oft treffen Charterboote eine von den Sandbänken. Hauptzielfisch ist der Hecht. Die Aussicht hier einen Kapitalen zu erbeuten ist groß. In der kalten Jahreszeit am größten. Häufig werden aber auch große Barsche und in einigen Bereichen Zander überlistet. Mit der Rapsblüte im Mai kommen dann die Hornhechte zum Laichen. Wer sich die Seekarte ansieht, erkennt sofort eine Vielzahl von aussichtsreichen Angelplätzen. Sehr gute Angelplätze befinden sich im Bereich der Rinnen und Senken. Hervorzuheben ist der Bereich um den Schwarzen Strom und die Heuwiese, inmitten des Kubitzer Boddens. Gute Fangplätze finden sich aber auch an der Vierendehlrinne und dem Schwedenstrom bei Barhöft. Ein Fischschonbezirk schränkt den Bereich etwas ein. Erfolg versprechend ist aber auch die Prohner Wiek und der Bereich an den Klausdorfer Steinen. Die zur Verfügung stehende Wasserfläche ist dennoch enorm, weitere gute Angelplätze bieten sich an. Entscheidend für den Erfolg ist daher der richtige Riecher für den geeigneten Angelplatz. Windrichtung, Strom, Sonneneinstrahlung und Sichtigkeit des Wassers spielen dabei eine große Rolle. Die Unterstützung durch einen erfahrenen Guide ist daher von großem Vorteil.

Strelasund
Der Strelasund befindet sich zwischen dem Festland und der Insel Rügen (Rügendamm bis Stahlbrode). Er ist voller Brackwasser mit einem Salzgehalt von 0,7%, gehört zu den Boddengewässern rund um Rügen und teilt sich in südlichen und nördlichen Abschnitt. Das Gewässer hat große Flächen mit Flachwasserbereichen von 1-3 m und wird durch einen tieferen Bereich, den von mir so genannten Strom , durchzogen. Diese Gewässerabschnitte sind etwa 4m – max.18 m tief und weisen eine mehr oder weniger stark auftretende Strömung auf. Die Fahrrinne sollte aus Sicherheitsgründen nicht beangelt werden. Die Windverhältnisse auf der nahen Ostsee bestimmen über die Stärke der Strömung und machen den Strelasund zu einem Brackwasser mit schwankendem Salzgehalt. Dadurch leben ständig oder nur zeitweise auch Salzwasserfische im Strelasund. Jedes Jahr kommen tausende Tonnen von fetten Heringen in den Sund zum Laichen und sorgen für ein zusätzliches hohes Nahrungsaufkommen. Dies ist auch Ursache der hohen Bestandsdichte an Fischen, insbesondere die der Raubfische Hecht, Zander und Barsch. Das schnelle Wachstum der Räuber wird vor allem durch den Heringszug bestimmt. So ist es möglich, dass ein Hecht in ca.10 Jahren schon die Metermarke geknackt hat. Zusammengefasst: Ein in Deutschland und Europa sehr bedeutsames Raubfischrevier.

Sicherheit
Leider passieren immer wieder schwere Sportbootunfälle mit Anglern. Meist ist Leichtsinn mit Alkoholmißbrauch die Hauptursache.

Oft sind es aber auch ungeeignete Boote, mit denen bei zuviel Wind auf See gefahren wird. Wir haben oftmals Aktionen gesehen, wo einem die Haare nur beim Zuschauen zu Berge standen.

Außerdem ist es empfehlenswert, immer eine Schwimmweste zu tragen, Seenotsignalmittel und ein wasserdicht verpacktes Handy mitzuführen.

Die Wellen auf den Bodden sind meist nicht sehr hoch, aber gefährlich kurz hintereinander, und der Wind kann besonders in Gewitternähe schnell sehr stark werden.

Wir sagen immer, kein Hecht der Welt ist es wert, sein Leben zu riskieren; danach handeln wir auch.

Angelkarten
Für das Angeln an der Küste Mecklenburg Vorpommerns braucht man neben dem gültigen Fischereischein eine Angelkarte. Diese kostet nicht sehr viel, ist aber unbedingt notwendig. Es muß jederzeit mit einer Kontrolle gerechnet werden.

Diese erhalten Sie z. B. in Angelgeschäften, auch an größeren Tankstellen in Mecklenburg Vorpommern und beim Hafenmeister in Schaprode bzw. Kröslin. Sie werden nur gegen Vorlage des Fischereischeines ausgegeben. Ein FAX an uns wird leider nicht mehr akzeptiert.

Tageskarte: 5,00 EUR
Wochenkarte: 10,00 EUR
Jahreskarte: 20,00 EUR (die Jahreskarte gilt vom 01.01. bis 31.12. des jeweilgen Jahres)

Touristenfischereischein
In Mecklenburg Vorpommern gibt es seit Juli 2005 den sogenannten Touristenfischereischein (auch befristeter Fischereischein genannt), damit haben Gäste und auch Einheimische die Möglichkeit einmal jährlich an 28 aufeinander folgenden Tagen in MV dem Angelsport nachzugehen.

Dieser Schein wird von den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden ausgegeben, kostet 20.- Euro und berechtigt dann den Inhaber im Zusammenhang mit zusätzlich zu erwerbenden Gewässerkarte auch ohne Prüfung in MV zu angeln.

Sie können den Touristenfischereischein auch schon vor Ihrer Anreise unter folgender Kontaktadresse anfordern und sich auf Rechnung zuschicken lassen – somit sind sie nicht auf die Öffnungszeiten der Ordnungsämter vor Ort angewiesen.

1. Antrag ausdrucken und ausfüllen (Link: Antrag)

2. Antrag und deutlich lesbare Ausweiskopie an folgende Adresse faxen:

Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei MV
Abt. Fischerei und Fischwirtschaft
Thierfelderstr. 18
18059 Rostock

PF 102064
18003 Rostock

Tel.: 0381-4035-0
Fax: 0381-4035-730

Ansprechpartner für die Bearbeitung: Frau Geidmann
Ansprechpartner für rechtliche Fragen und Probleme: Herr Richter und Herr Miltner

Wenn Sie das Angelvirus befallen hat und Sie möchten die Ausbildung zum richtigen Fischereischein mit Prüfung absolvieren finden Sie unter Angebot/ Fischereischeinlehrgänge weitere Informationen.

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